Schreiben Sie Leserbriefe und Kommentare

Für die Menschen, die für unsere Kohle leiden: Bringen Sie die weltweite Perspektive in die deutsche Debatte über den Kohleausstieg.
Hier finden Sie inhaltliche Anregungen zu konkreten Stichpunkten

Schwarz-weiß Bild von Leserbrief-Ausschnitten zum Thema Kohle in deutschen Zeitungen

Deutschland streitet vor allem über die Braunkohle. Wovon weder die Kohlekommission, noch die Medien sprechen: 

  • Dass der Abbau von Steinkohle für deutsche Kraftwerke mit Gewalt und Umweltzerstörung  verbunden ist.
  • Dass Deutschland weiterhin Kohlekraftwerke in Ländern wie Südafrika oder der Mongolei fördert.
  • Dass deutsche Unternehmen unverdrossen Kohletechnologie exportieren.

Lassen Sie uns gemeinsam die weltweite Perspektive in die Diskussion bringen - mit Leserbriefen und Kommentaren.

Stichwort „Wohlstand durch Kohle“

Kohleabbau ist in den wenigsten Ländern ein Entwicklungsmotor. Im Gegenteil oft sind die Kohleregionen die ärmsten des Landes. Das kolumbianische Kohlerevier La Guajira hat beispielsweise eine um 30% erhöhte Kindersterblichkeit im Vergleich zum Rest des Landes. Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage, erleiden Gewalt und Umweltzerstörung. Aus Kolumbien kommt ein Fünftel unserer Kohleimporte. In der deutschen Kohledebatte müssen wir deswegen dringend über den Tellerrand schauen!

Stichworte „importierte Kohle“ oder "Ende der Steinkohle"

Wenn die letzten deutschen Steinkohlekraftwerke dieses Jahr schließen, verfeuern unsere Kraftwerke ausschließlich Steinkohle aus dem Ausland, z.B. aus Kolumbien, wo der Abbau die Lebensgrundlage und Gesundheit der örtlichen Bevölkerung bedroht und politische Gewalt zum Alltag gehört. Bereits jetzt werden jährlich etwa 50 Millionen Tonnen Steinkohle zur Verstromung importiert. Auch darüber sollte die Kohlekommission sprechen.

Stichwort „Export-Kredite“

Während wir über die Abschaltung der deutschen Kraftwerke diskutieren, finanzieren die bundeseigene KfW-Bank, deutsche Unternehmen und Kreditgarantien der Bundesregierung weiter Kohlekraftwerke im Ausland, z.B. in Südafrika. Nicht nur wird so dort der Ausbau erneuerbarer Energien blockiert. In direkter Umgebung der Kohle-Kraftwerke leiden die Menschen an Wassermangel und Atemwegserkrankungen. Von dem Strom profitieren übrigens nicht die ärmsten Bevölkerungsgruppen, sondern vor allem Unternehmen.

Stichwort „Unternehmensverantwortung“

Worüber in Deutschland niemand diskutiert: Rund 50 Millionen Tonnen Kohle importieren wir jährlich aus dem Ausland. Deutsche Unternehmen verdienen beim globalen Kohleabbau kräftig mit und halten dabei nur ungenügend Menschenrechtsstandards ein. Der deutsche Kohleausstieg muss auch ein Ausstieg aus unserer globalen Kohlebeteiligung sein!


Der "Rauchmelder“ ist ein regelmäßiger Newsletter von MISEREOR zum globalen Kohlestopp. Hier informieren wir Sie aktuell über den Fortgang der Kampagne und weitere MISEREOR-Aktionen.